Chinesische Medizin

 

Die Chinesische Medizin und Ihre Weiterentwicklung

 

In China war das Streben nach Unsterblichkeit oder zumindest nach einem recht langen Leben Ursache für eine große kulturelle Entwicklung in Richtung Chinesischer Medizin mit vielen Untergruppierungen. Die Langlebensidee erzeugte einen hohen Anspruch an die diagnostischen Fähigkeiten der Mediziner mit dem Ziel, das Entstehen krankhafter Prozesse gar nicht erst zuzulassen. Dies ging einher mit umfassendem Wissen über die Ursache von Krankheiten.

 

Der medizinische Erfahrungsschatz wurde innerhalb der Heilerfamilien als Geheimwissen bewahrt und vererbt. Diese Maßnahme, eine Folge der politischen und sozialen Strukturen Chinas, diente zwar der Reinhaltung und der korrekten Überlieferung der Lehre, der medizinischen Versorgung des allgemeinen Volkes diente sie aber nicht.

Behandlungsschwerpunkte

Während meiner 15 jährigen Ausbildung in Chinesischer Medizin habe ich die Schwerpunkte der Gesunderhaltung erlernt. Da die Europäische Denkweise (Behandlung erst bei Erkrankung) sehr wenig in die chinesische Richtung tendiert, habe ich weiterhin die alte chinesische Behandlungsform für Allgemeinerkrankungen, Störungen und Erkrankungen im gynäkologischen wie urologischen Bereich, sowie emotionale und psychologische Erkrankungen studiert. Weiter stattfindende, vertiefende Weiterbildungen motivieren mich und lassen meine Begeisterung für diese Medizin wachsen.

 

Seit 2013 bin ich selbst als Dozentin für chinesische Diagnose und Medizin an unterschiedlichen Institutionen tätig.

Diagnostik

  • Pulsdiagnose – am Handgelenk an sechs verschiedenen Stellen auf zwei Ebenen lassen sich genaue Aussagen über das Befinden der zwölf Organe und über die Gesamtkonstruktion des Menschen machen.
  • Zungendiagnose – die Farbe, Form, Feuchtigkeit, Beweglichkeit, Art und Farbe des Belages geben weiterhin einen hohen gesundheitlichen Aufschluss.
  • Weiterhin werden die Gesamterscheinung sowie der Geruch des Menschen und die Eigenaussagen der Befindlichkeit in eine komplette Diagnose eingearbeitet. Aufgrund dieser Diagnoseerstellung werden unterschiedliche therapeutische Maßnahmen angeordnet. Nachfolgend einige Beispiele, die in die heutige Zeit übertragen wurden.

Chinesische Kräutermischungen

Nach deutschem Qualitätsstandard produzierte und verarbeitete Kräuter werden entsprechend dem Erkrankungsmuster gemischt und in Tabletten/Pulver mehrmals am Tag verabreicht.

Akupunktur

An ausgewählten Punkten an der Körperoberfläche wird durch einstechen von Nadeln der Organismus zu einer Harmonisierung angeregt.

Moxibustion

Bei dieser Therapie werden Körperpunkte durch erwärmen angeregt.

Ernährung

Eine Genesung wird durch eine speziell für die Patientin entwickelte Nahrungszusammenstellung gefördert.

Bewegung

Gesunde, körperliche Bewegung wie Qi Gong oder Tai Chi werden auch in der chinesischen Medizin integriert.

Ach übrigens:

Die Bezeichnung traditionelle chinesische Medizin und eine Behandlung allein aufgrund von Symptomen wurden von uns Europäern geprägt und ist nicht im Sinne der alten chinesischen Heilkunde.

© 2017 Eva Brockamp

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